Die Geschichte der Blasmusik in Rust

1947 Gründung der Volksmusikschule in Rust. Das war der Grundstein für die Entwicklung der Blasmusik in Rust nach dem 2. Weltkrieg. Leiter: Friedrich Korcak.
1948 Der damalige Bürgermeister Johann Wiesinger, Altbürgermeister Josef Stranzl, Volksschullehrer Franz Mostböck und Kapellmeister Friedrich Korcak gründen die Ruster Stadtkapelle. Der erste Auftritt war im Herbst desselben Jahres beim Einbringen der letzten Fuhre Weintrauben.
1949 Die Stadtkapelle wird einheitlich gekleidet. Die Volkstracht (lange schwarze Hose, Weste und Halstuch) kostete pro Musiker 400 Schilling. Am 01. Mai wurde die neue Tracht bei einem Konzert in der Haydngasse vorgestellt.
1950 Josef Kótay, ein gebürtiger Neufelder, übernimmt die Leitung der Stadtkapelle Rust.
1952 Im Sommer 1952 wurde Josef Kótay mit der Aufstellung der Gendarmeriemusik in Eisenstadt betraut. Der Kapellmeister und Flügelhornist Gregor Wurm übernimmt die Leitung der Kapelle.
1953 Mit Josef Sveda, der in Neufeld die Musikkapelle leitete, kam wieder ein Kapellmeister aus dieser Gemeinde nach Rust. Er stand vom Sommer 1953 bis 1955 der Kapelle vor. Schon seit 1950 wurde die Ausbildung von jungen Nachwuchsmusikern vernachlässigt. Und so mussten ab 1953 immer wieder Aushilfsmusiker aus St. Margarethen, St. Georgen und Neufeld engagiert werden.
1955 Aus gesundheitlichen Gründen musste Josef Sveda die Leitung der Stadtkapelle Ende 1955 zurücklegen. An seine Stelle trat Friedrich Hodomszky, der die Kapelle bis 1965 zusammenhielt.
1965 Ab 1961 konnte die Stadtkapelle ohne Aushilfen nicht mehr auftreten. Die Musiker wanderten zu anderen Kapellen ab und so löste sich 1965 die Stadtkapelle Rust endgültig auf.

8 Jahre ohne Blasmusik (1966 - 1973)

1974
Der Musikverein wird von Mitgliedern der ehemaligen Stadtkapelle Rust wiedergegründet. Die Instrumentalausbildung wurde zur dieser Zeit von Musikern der Kapelle durchgeführt. Der erste musikalische Leiter war der Student Alois Loidl. Der erste Obmann des neugegründeten Vereines war Anton Gruber.
1975
Die Musiker des Musikvereines Freistadt Rust werden einheitlich gekleidet. Frau Prof. Tostmann, die beim Bgld. Volksbildungswerk als Beraterin für bodenständige Kleidung tätig war, machte verschiedene Entwürfe von Trachten und Uniformen. Im Februar entschied sich der Vorstand für die Nachbildung der Uniform der Ruster Bürgergarde aus dem Ende des 18. Jahrhunderts. Diese Uniform tragen die Musiker des Vereines heute noch.
1976
Die Musikschule Rust wird offiziell als Zweigstelle von Donnerskirchen eröffnet. Zum Leiter der Musikschule Donnerskirchen samt Zweigstellen wurde Kapellmeister Alois Loidl bestellt.
1977
Die Aktivitäten der Musikschule zeigen die erste Wirkung. 1977 konnten gleich 12 junge Musiker in die Kapelle aufgenommen werden. Vom 16. bis 18. September 1977 war der Musikverein der Freistadt Rust als offizieller Vertreter des Burgenlandes Gast beim Tiroler Landesmusikfest in Innsbruck. 39 aktive Musiker unter Kapellmeister Alois Loidl, 2 Funktionäre mit dem Obmann des Musikvereines Anton Gruber an der Spitze und 10 Begleitpersonen haben an der Fahrt nach Innsbruck teilgenommen.
1978
Gemeinsam mit den Musikvereinen Jugendmusik Lackenbach und Loipersbach wurde von 29. Juni bis 2. Juli ein Internationales Blasmusiktreffen veranstaltet. Kapellen aus Ungarn, der Tschechoslowakei und Jugoslawien konnten im Burgenland begrüßt werden. Jeder Musikverein gestaltete in seinem Bereich an diesem Wochenende ein eigenes Programm Am 29. und 30. Juni waren alle sechs Kapellen in Rust, am 1. Juli in Lackenbach und am 2. Juli in Loipersbach.
1979
Der bisherige Obmann Anton Gruber legt sein Amt zurück. Neuer Mann an der Spitze des Musikvereins wurde Johann Schlögl.
1980
Am 12. April wird der Student Klemens Amon vom Vorstand des Musikvereins zum Kapellmeister-Stellvertreter gewählt.
1981
Die Freistadt Rust feiert ihr 300jähriges Jubiläum und die Partnerschaft mit der deutschen Stadt Kulmbach wird besiegelt. In diesem Jahr wurden auch zum ersten Mal die heute so berühmten Gästekonzerte veranstaltet. In den Monaten Juli und August werden die Gäste der Freistadt Rust jeden Freitag mit einem Konzert verwöhnt.
1983
Die Ruster Musiker werden in ihren schmucken Uniformen im offiziellen Burgenlandkalender abgebildet. Ein Foto dieser Serie wurde auch im Burgenland-Prospekt verwendet.
1984
Die Freistadt Rust überlässt dem Musikverein 2 Schulräume im Seehof (Rohbauzustand), die von den Mitgliedern des Vereins zu einem Proberaum umgebaut werden. Der Musikverein Freistadt Rust hatte also 10 Jahre nach seiner Gründung ein eigenes Probelokal das als "wohl schönster Proberaum im Burgenland" bezeichnet wurde.
1985
Erstmals wird vom Musikverein zu Martini ein Konzert veranstaltet. Mit dem Martinikonzert wurde ein neuer Fixpunkt für das Arbeitsjahr des Musikvereins geschaffen.
1987
Nach 10 Jahren (siehe 1977) wird der Musikverein Freistadt Rust wieder zum Tiroler Landesmusikfest nach Innsbruck eingeladen.
1988
Bezirkskapellmeister Alois Loidl erhält vom Österreichischen Blasmusikverband das silberne Ehrenkreuz für Verdienste um die österreichische Blasmusik. Klemens Amon legt sein Amt als Kapellmeister-Stellvertreter zurück.
1989
Der Musikverein Freistadt Rust feiert sein 15jähriges Bestehen mit einem 3-tägigen Fest, dessen Höhepunkt das Bezirksmusikertreffen des Bezirkes Eisenstadt bildet.
1990
Klemens Amon übernimmt die musikalische Leitung der Kapelle und beschreitet einen Weg, der heute beispielgebend für viele Musikvereine im Burgenland ist. Durch die Gründung der Jugendkapelle "Hockus Pockus Musikus", in der die Jüngsten des Musikvereines an das Zusammenspiel herangeführt werden, lernen unsere Kinder Kameradschaft und Zusammengeörigkeitsgefühl kennen. Die Ausbildung der jungen Musiker erfolgt in der örtlichen Musikschule, am Joseph Haydn-Konservatorium in Eisenstadt und zu einem großen Teil im Musikverein "Freistadt Rust".
1995
Der Musikverein Freistadt Rust übernimmt sein neues Musikheim beim Pulverturm nach einer Bauzeit von 3 Jahren. Auf Grund der hervorragenden Akkustik des Proberaumes wurde dieser auch schon für eine CD-Produktion des BBV genutzt.
1996
Pressereferent Gerhard Lang ruft die jährich im Juli erscheinende Vereinszeitung "Notis News" ins Leben. Der Zweck der Zeitschrift ist es, den Musikverein interessanter und bekannter zu machen, als er es ohnehin schon ist. Ein voller Erfolg, wenn man das so sagen darf. Danke an Gerhard Lang.
1999
Günter Amon und Michael Lehner werden zu stellvertretenden Kapellmeistern bestellt. Ihre erste Aufgabe ist die Arbeit mit "Hockus Pockus Musikus" und die Ausbildung der jungen Musiker. Weiters wurde ein neues Projekt ins Leben gerufen - die Blockflötenklasse. Im Rahmen der musikalischen Früherziehung bietet der Musikverein "Freistadt Rust" den jüngsten Rustern die Möglichkeit, bei der Kapelle das Blockflötenspiel zu erlernen.
2000
Der Ruster Musikverein nimmt als Vertreter des Burgenlandes am 14. Landesmusikfest des Verbandes Südtiroler Musikkapellen in Meran (Südtirol/Italien) teil.
2001
Der Musikverein erhält seine Standarte, die am 08.12.2001 geweiht und seiner Bestimmung als unverkennbares Markenzeichen des Vereines übergeben wird.
2002
Klemens Amon wird Landesjugendreferent des Burgenlandes. Alfred Loidl übernimmt hauptverantwortlich die Öffentlichkeitsarbeiten des Vereines im Bereich Internet. Das Projekt 'mvRust.at' geht am 01.01.2002 nach 2 Monaten Entwicklung online und wird weltweit in über 100 Suchmaschinen registriert. Gegen Ende des Jahres wird das Projekt "Hanky Panky Musikus" als "Vorstufe" für Hockus Pockus Musikus ins Leben gerufen.
2003
Der Musikverein bekommt mit Harald Weiss einen neuen Präsidenten. Der langjährige Präsident DI Heribert Artinger wird zum Ehrenpräsidenten ernannt.
2006
Günter Amon legt das Amt des Kapellmeister Stellvertreters zurück und wird neuer Obmann Stellvertreter. Johannes Biegler kommt als neuer Kapellmeister Stellvertreter ins Kplm.-Team von Klemens Amon.
2008
Der Musikverein Freistadt Rust wird von der Marsen & Partner GmbH zu Europas größter Musiktounee, der Blasmusikparade, nach Deutschland eingeladen und tritt im Februar an 4 aufeinanderfolgenden Tagen in der Ostseehalle (Kiel), der Lokhalle (Göttingen), der Westfalenhalle (Dortmund) und der Volkswagenhalle (Braunschweig) mit einer Marschmusik-Show auf. Extra für diese Show lässt der Vorstand Uniform-Kleider anfertigen und erhält so erstmals 5 Marketenderinnen.


Michael Lehner - Kplm. Klemens Amon - Günter Amon
im Jahre 1999

::: Zurück ::: Nach oben :::
::: Impressum ::: Internes :::