Die Uniform des Musikvereines Freistadt Rust

Die Uniform der Musiker des Musikvereines ist keine Erfindung der Gründer des Vereines. Sie ist viel mehr das Ergebnis intensiver Erforschung der Geschichte der Freistadt Rust.

Die Ruster Bürgergarde trug diese Uniform zum Ende des 18. Jahrhunderts, also nach den Kuruzzenkriegen, bis zum Einmarsch der Franzosen.

Im Februar 1975 entschied sich der Vorstand des Musikvereines für die Nachbildung dieser Uniform der Ruster Bürgergarde.

Beschreibung der Uniform

Die Uniform ist gemäß den Ruster Stadtfarben in grün-gelb gehalten. Sie besteht aus einer gelben Weste, einem grünen Sakko mit rostroten Aufschlägen und goldenen Uniformknöpfen, sowie einer grünen Hose mit rostroten Lampas. Dazu tragen die Musiker ein weißes Hemd mit rostroter Krawatte und schwarze Schuhe. Das Besondere an der Uniform ist aber der hohe Tschako (Kopfbedeckung). Er ist ebenfalls in grün gehalten und mit goldenen Borten und einer Kokarde geschmückt. Die übergroße Kokarde hat einen Durchmesser von ca. 6cm und ist mit einem "R" bestickt. Am linken Arm und auf der Weste ist jeweils das Ruster Stadtwappen aufgenäht. Der Stabführer trägt eine grün-gelbe Schärpe mit der Aufschrift "Musikverein Freistadt Rust" und einen Tambourstab mit grün-gelber Schnur.

Uniform des Musikvereines Freistadt Rust

Eine Uniform (Hose + Weste + Sakko) kostete 1975 ca. 2.600 Schilling. Hinzu kommen noch der Tschako, der damals ca. 800 Schilling kostete, und die Krawatte.
Das weisse Hemd und die schwarzen Schuhe inkl. Socken werden von jedem Musiker selbst beigesteuert.

Zum 125jährigen Bestandsjubiläum der St. Hubertus Apotheke Rust im Jahre 1975 spendete der Inhaber der Apotheke, Herr Mag. Herbert Rieder, 2000 Ansichtskarten, auf denen die Stadtkapelle Rust schon in voller Uniform zu sehen war.

Die Stadtkapelle Rust vor der St. Hubertus Apotheke im Jahre 1975

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